First Kontakt

Schlotti! Tom sprang auf und fuchtelte mit den Armen. Schlotterbeck blickte in seine Richtung und als er den Verrückten sah, wie er lächelnd herumzappelte, musste er selber lächeln. Schlotti! Schlotti! Komm rüber! Als Schlotterbeck bei Toms Tisch auf der Terrasse des Cafés ankam, war ihm nicht nur wohl ums Bauchfell. Alle Augen waren auf ihn … Weiterlesen First Kontakt

Ace in the Hull

Es klingelte. Tom lächelte. Vorfreude ist doch immer... Scheisse? Luca? He, Tom. Was ist denn das für eine Begrüssung. Mit dir hab ich nicht... Habe jemand anderes erwartet. So? Komm ich also ungelegen? Könnte man schon so sagen. Eigentlich. Ähm, Luca, du siehst immer beschissener aus. Hör mal... Ein Strich in der Landschaft. Ich puste … Weiterlesen Ace in the Hull

Imbranato

Paura di cadere ma voglia di volare La vita riavvolta Tutto questo è sfortunatamente troppo poco Il meno non è sempre il più Eternità e finitezza Combattono nella mia testa Ma io non sono nessuno Rimangono solo stupidi desideri Nostalgia senza parole Rimpianto senza parole Solo un dolore alle budella E risate insensate e sguaiate … Weiterlesen Imbranato

The Scheining

Und ich soll Sie also einfach nur Tom nennen? Ja, das ist perfekt. Hm, jeder hat doch einen Nachnamen, zum Zwecke besserer Erkennung. Ja, Sie meinen Tom Cruise und Tom Kaulitz? Ähm, ja, zum Beispiel. Okay, ich verzichte auf bessere Erkennung. Tom – und fertig. Äh... Also, Tom. Dann lassen Sie uns mal anfangen. Ottokar … Weiterlesen The Scheining

Die Mutter aller Ruinen

Tom ging scheinbar ziellos in der miefenden Wohnung herum, stöberte da und dort im Staub, fand aber nichts von Belang. Hm, es bleibt nicht viel von jemand, wenn er sich für immer davon gemacht hat. Eigentlich bleibt – nichts. Merkwürdig, dass das Haus, scheinbar dem Verfall preisgegeben, seit Jahren leer stand. Offensichtlich gab es Streit … Weiterlesen Die Mutter aller Ruinen

Spiel dir das Lied vom Tod

Schön, dass ihr beide noch mal hier seid. Ja, war ja auch lange Zeit weg. Kann man so sagen. Es... äh, fällt mir ein Stein vom, vom äh, du weisst schon... Dass du wieder da bist. Ich meine, dass du noch lebst. Das war nicht so klar, all die Jahre. Hm, sorry, Hull. Ich hätte … Weiterlesen Spiel dir das Lied vom Tod

Flucht aus der Karibik

Es klingelte. Luca erhob sich und ging zur Tür. Wer mochte das sein. Freunde besuchten ihn kaum. Dazu müsste er erstmal welche haben. Der Postbote? Hm, er hatte ja nichts bestellt. Als er die Tür öffnete und nach draussen blinzelte, hatte er keine Ahnung, wer da stehen würde. Tag wohl, Sie wün...schen...? Die Frau lächelte … Weiterlesen Flucht aus der Karibik

Pläne der Affen

Hull stand am Fenster und sah hinunter in das Gewühl der Leute. Sie gingen oder liefen hin und her. Die eine steuerte in jenen Laden, der andere in diese Kneipe. Eine homogene Masse ausgekochter Individualisten, die ihren merkwürdigen Zielen hartnäckig hinterher rannten. Was er da sah auf der Strasse, vier Stockwerke unter sich, war einfach … Weiterlesen Pläne der Affen

Tom – Das Original

Als Luca schliesslich nach Hause schlich, dämmerte bereits der Morgen. Er war nicht nur müde, er ging schon fast im Koma. Umso schwieriger war es für ihn jetzt noch die richtigen Schritte zu tun. Ja, Hull, auch das, dieses Nachhausestolpern, auch das ist Gegenwart, aber irgendwie nicht so, wie ich’s gern hätte. Gegenwart mit Einwand … Weiterlesen Tom – Das Original

Die Alten

Luca war gespannt auf die Begegnung mit dem Alten. Zehn Jahre sind eine Menge. Da kann Vertrautheit verloren gehen. Die Zeiten als man sich beinahe täglich traf, lagen noch einiges weiter zurück. Für ihn war der Alte wie ein Vater gewesen, einer der immer ein offenes Ohr hatte und von dem er eine Menge gelernt … Weiterlesen Die Alten

Der Skeptiker am Strand von Camogli

foto-stil

Er stand allein im groben Kies von Camogli. In einer Nacht im Februar, in horizontloser Dunkelheit. Natürlich war es kühl und doch war da eine Illusion von salztrunkener Wärme. So blieb er eine Weile stehen, fragte sich wie so oft, ob er das Richtige tat. Sehen konnte man beinahe nichts. Doch er hörte das Meer unablässig gegen das Ufer arbeiten. Helles Rauschen und dumpfes Steine Rollen wechselten sich immer wieder ab. Derweil fühlte er sich ein wenig schutzlos und doch auf eine seltsame Art geborgen; das kam ihm absurd vor. Er fühlte sich selbst als absurdes Wesen. Ihm war es, als sei er in den dunklen Magen eines gigantischen Tiers hinabgestiegen, vor sich nur noch tosende Verdauungssäfte.

Night – light – waves 1

Night – light – waves 2

Night – light – waves 3

Aber die Augen gewöhnten sich an die Nacht. Keine Sterne, kein Mond, keine Positionslichter von…

Ursprünglichen Post anzeigen 226 weitere Wörter

Kein Klo im Klub

In der Halle tanzten wohl an die fünfhundert Leute ausgelassen zum angesagten Clubsound der Saison. Es klang wie das eintönige Mahlen eines Betonmischers, dem rhythmisches Stampfen mehrerer Automobilroboter unterlegt worden ist. Hier im fahlgrauen Scheinwerferlicht fühlte sich Fletcher wieder sicher. Das einzige, was er in diesem Club wirklich vermisste, war eine Bar, um sich einige … Weiterlesen Kein Klo im Klub

Telephon

Das sanfte Schrullern des Telefons katapultierte Achim aus seinen wunderbaren Tagträumen zurück in die winzige materielle Welt. So musste sich Luzifer beim Fall aus dem Himmel gefühlt haben. Unvermittelt sah er vor sich einen schmierigen Zettel liegen, worauf in krakeliger Schrift zu lesen war: Der Saitenmagier.  Eine Art Biographie über einen dens wirklich gab, aber … Weiterlesen Telephon

Transzendenz der Melancholie

foto-stil

Tauchen ist ein Sport in Schwerelosigkeit. Aber Abtauchen in ungeahnte Tiefen, in empfindliche Dunkelheit, in eine Welt der dreifachen Schwerkraft, ist etwas ganz anderes.

In dieser Tiefe stellen sich neue Fragen: Wie habe ich das bisher nur alles ausgehalten, das schreiende Licht, die zügellosen, grellen Geräusche, die Schnelllebigkeit, die flachen Witze, der öde Smalltalk, all das Makeup und falsche Lachen? Sicher diese Aufzählung gelingt auch beim Schnorcheln an der Oberfläche. Aber die absurde Störung der eignen Existenz durch den Normalbetrieb der Welt wird einem erst dann bewusst, wenn einem dieser Betrieb nicht mehr erreicht.

Man ahnt zwar, am tristen Meeresgrund kann man mangels Sauerstoff nicht zu lange bleiben. Doch die Vorstellung, einfach wieder aufzutauchen, wider diese unerbittliche Schwerkraft, diese Vorstellung lähmt.

Ein wenig Abtauchen – wieder auftauchen.

Ein normaler Rhythmus, der unterbrochen wird. Durch ein radikales, viel tieferes Niedersinken. Sich fallen zu lassen, die Kontrolle zu verlieren… Ist das…

Ursprünglichen Post anzeigen 302 weitere Wörter

Stelser Zeitreise

Als ich endlich das grosse Scheunentor hinter mir schloss, es war schon später Nachmittag, da empfing mich eine unglaublich frische, ja kalte Bergluft. Ich blinzelte ins Licht und hörte nichts als sanften Wind. Ich liess mich von meinen Schritten leiten. Ein Ziel hatte ich nicht. Noch nicht.  Fog and snow in May, Stels 1 Fog … Weiterlesen Stelser Zeitreise

Stirb schnell

Der Morgen begann vielversprechend. Hull ging wie üblich in die Küche. Eigentlich wollte er nachschauen, was sein Kühlschrank noch hergab, um sich ein kleines Frühstück zu zimmern. Doch schon nach wenigen Schritten blieb er stehen. Irgendwie sah er heute Morgen mehr oder anderes als gewöhnlich, oder was auch immer. Er dachte: Hier sieht's aus, als … Weiterlesen Stirb schnell

Rosa

Wieder war da dieses riesige gleißende Hafenbild, diese geschmacklose Ikone einer mediterran-industriellen Ödnis mit dem ominösen Neonschriftzug CYPRUS. Diesmal wusste ich, wo ich war. Nein, keine Tagträume mehr. Jetzt ging's ums Ganze. Das war mir verdammt klar. Also, keine Schwächen zeigen (In der interpersonalen Abwehr meiner Schwächen bin ich ja ein ausgekochter Meister des Fachs … Weiterlesen Rosa

Bartender’s Blues

Und? Was sagst du zu meinen neuen Sachen? Hast ja einiges geschrieben in letzter Zeit... Naja, teils teils. Wie, teils teils? Was ist daran nicht gut, Victor, sag’s mir. Du bist schließlich mein Probepublikum und ich will offene, ehrliche Kritik hören. Was ich alles so bin... Victor legte das Manuskript in Gestalt eines iPhones zurück … Weiterlesen Bartender’s Blues

Das achteckige Klavier

Achim Tröndmeier sitzt an seinem schmucken Jugendstilschreibtisch und lässt den Griffel locker übers Papier laufen. Ihm gelingt vieles in letzter Zeit, was eine relativ neue Erfahrung für ihn ist. Sein Werk, ein Roman über die Emigration des begnadeten Klavierbauers Frederick Mathushek nach New York im Jahre 1849, steht unmittelbar vor der Vollendung. 947 Seiten intensivster … Weiterlesen Das achteckige Klavier

Sex? Nein! Vielleicht! Okay!

Du schaffst das Tom. Hm. Sei doch froh, dass du die Lektorin, diese, wie heisst sie nochmal? – Rosa? ... äh, mit ihrer penetranten Realismusforderung los bist. Jetzt kannst du dich wieder frei entfalten. Lass deine Fantasie fliegen, lass die Texte tanzen. Hm. Bea ließ ihre Beine, die in bordeauxroten Baumwollstrumpfhosen steckten, baumelnd vor- und … Weiterlesen Sex? Nein! Vielleicht! Okay!